"Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel"
Johann Wolfgang von Goethe
Systemische Familientherapie
Die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir
war eine führende Wegbereiterin dieser Therapieform.
Man geht davon aus, dass eine Familie ein System ist, bei dem alle Mitglieder miteinander verbunden
sind und sich gegenseitig beeinflussen. Dies ist so, unabhängig davon, ob sie leben, bereits verstorben
oder aus dem Familienverbund ausgeschlossen sind.
Jede Familie hat ihre eigenen Regeln, Gesetze und Ordnungen. Je nachdem, wie gesund diese sind, entwachsen aus diesen Familien heraus mehr oder weniger gesunde Menschen.
In gesunden Familien sollte es gesunde Ordnungen mit flexiblen Grenzen geben und eine liebevolle, unterstützende Atmosphäre geben.
In missbrauchenden Familien, wollen Eltern von ihren Kindern etwas haben. Sie versuchen damit
unbewusst, einen inneren Mangel ausgleichen. Doch damit beuten sie ihre Kinder physisch,
emotional, mental und sexuell aus.
Daraus entwickeln sich Menschen mit geringem Selbstwertgefühl, sowie vager, indirekter, unehrlicher Kommunikation; keinen, zu lässigen oder rigiden Grenzen; keinen, zu lässigen oder rigiden Regeln;
seelischen oder körperlichen Krankheitssymptomen; Phobien; Verhaltensauffälligkeiten usw.
In solchen Familien entsteht eine Atmosphäre von Angst und Schuld und Verstrickung.
Um mit dem System Familie therapeutisch zu arbeiten, bietet die Familienaufstellung nach
Bert Hellinger, einem Schüler von Virginia Satir, eine gute Möglichkeit.
Es übernehmen dabei Stellvertreter die Rolle der Familienmitglieder, ohne sie kennen zu müssen.
In dem Moment, in dem der Aufstellende die Rollen verteilt, gehen Stellvertretersie quasi in das
Energiefeld der Familie hinein und übernehmen automatisch Körperhaltung, Gestik, Symptome und vermitteln das innere Bild, dass der Aufstellende von seiner Familie hat.
Durch das Erspüren von dem was ist, kann therapeutisch interveniert werden. Die fehlende Ordnung
wird erkannt und wieder hergestellt. Dabei lässt man die Stellvertreter sog. Lösungssätze sprechen
und andere Plätze im Raum einnehmen, was das innere Bild des Betreffenden verändert und sich im Familiensystem positiv auswirkt.
NLP (Neuro Linguistisches Programmieren)
NLP wurde vom Professor der Linguistik (Sprachwissenschaft) John Grinder, sowie dem Informatiker und Gestalttherapeuten Richard Bandler entwickelt.
Dabei steht Neuro für Gehirn= denken, handeln, wahrnehmen
Linguistik für Sprache= bewusste Analyse, gezielte Wortwahl
Programmieren für Lernen= Ziele formulieren, Verhalten ändern.
Bandler und Grinder haben durch ihre Forschung und Beobachtung führender, erfolgreicher
Therapeuten wie Fritz Pearls, Virginia Satir und Milton Erickson viel über Kommunikation gelernt.
Sie fanden heraus, wie man Sprache nutzen kann, um positive Veränderungen hervorzurufen.
Körperhaltung und Sprache des Klienten sind einige Anzeichen, auf die NLP-Therapeuten achten,
um diese verändernden Prozesse einzuleiten.
NLP bietet spielerische Techniken, entgegengesetzte Glaubenssätze und Prinzipien zu verschmelzen.
Durch diese Veränderung wird man wird von Symptomen befreit.